Corona in Braunschweig: Alle Fakten auf einen Blick

Braunschweig.  Aktuell am Wochenende: Wasserwelt und Bad Gliesmarode öffnen Montag. Gabenzaun ist umgezogen. Zum Eintracht-Spiel am Sonntag gibt’s einen Drive-In.

Von Woche zu Woche kommen weitere Lockerungen: Die Restaurants freuen sich auf noch mehr Gäste (hier die Osteria all Ombretta mit Besitzerin Beatrice Sciavilla. Die Stadt Braunschweig wirbt mit der Aktion „Zeige Herz“ für die Einhaltung der Corona-Regeln (hier mit Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Feuerwehr-Chef Torge Malchau). In den Parks wird wieder Sport gemacht. Auf dem Messegelände gibt’s die „Kirmes to go“. In den Biergärten verfolgen etliche Fans die Geisterspiele, und in der Innenstadt steigen die Passantenzahlen

Von Woche zu Woche kommen weitere Lockerungen: Die Restaurants freuen sich auf noch mehr Gäste (hier die Osteria all Ombretta mit Besitzerin Beatrice Sciavilla. Die Stadt Braunschweig wirbt mit der Aktion „Zeige Herz“ für die Einhaltung der Corona-Regeln (hier mit Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Feuerwehr-Chef Torge Malchau). In den Parks wird wieder Sport gemacht. Auf dem Messegelände gibt’s die „Kirmes to go“. In den Biergärten verfolgen etliche Fans die Geisterspiele, und in der Innenstadt steigen die Passantenzahlen

Foto: bernward Comes, Norbert Jonscher, Peter Sierigk, Florian Kleinschmidt (Bestpixels.de)/Stadt Braunschweig

Am Montag treten weitere Lockerungen des Landes in Kraft. Folgendes ist dann wieder möglich:

Die Schwimmbäder öffnen wieder. Das Bad Gliesmarode und die Wasserwelt sind dann wieder am Start – unter Wahrung aller Hygienevorgaben.

In Heimen für Ältere und für Menschen mit Behinderungen muss das Hygienekonzept unverzüglich wieder soziale Kontakte außerhalb der Einrichtung zu ermöglichen – zum Beispiel kleine Einkäufe oder einen Spaziergang im Park.

Angebote für Kinder und Jugendliche sind nun auch unter der Aufsicht von Personen, die eine Jugendleiter-Card haben, mit bis zu zehn Personen wieder möglich.

Bars, Kneipen und andere gastronomische Einrichtungen, in denen eher Getränke als Speisen angeboten werden, können wieder öffnen.

Busreisen können wieder stattfinden – unter Auflagen: So müssen zum Beispiel alle Fahrgäste einen Maske tragen und die Abstände wahren.

Ferienwohnungen und -häuser können nun auch ohne die bisher geltende Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen vermietet werden. Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und Campingplätze dürfen zu 80 Prozent belegt werden – und nicht mehr zu 60 Prozent wie vorher.

Kulturelle Aufführungen unter freiem Himmel sind wieder erlaubt. Teilnehmen dürfen daran bis zu 250 Menschen. Dabei muss das Publikum sitzen.

An Beerdigungen dürfen bis zu 50 Personen teilnehmen. Dies gilt nach dem Gottesdienst oder einer ähnlichen Zeremonie für den Gang zur Grabstelle und für den Aufenthalt dort. Auch an Hochzeitsfeiern dürfen nun 50 Personen teilnehmen.

Sportler können auch wieder Umkleidekabinen, Dusch-, Wasch- und andere Sanitärräume sowie Gemeinschaftsräumlichkeiten, wie zum Beispiel Schulungsräume, nutzen. Trainingsgruppen dürfen auch außerhalb von Sportanlagen im Freien trainieren, wenn sie durch einen Trainer angeleitet werden und ein Abstand von mindestens zwei Metern zwischen den beteiligten Personen, die nicht zum gleichen Hausstand gehören, jederzeit eingehalten wird.

Versammlungen unter freien Himmel bedürfen keiner Genehmigung durch die Versammlungsbehörde mehr, sondern sind den Regelungen des Versammlungsgesetzes entsprechend von den Veranstaltern lediglich rechtzeitig anzuzeigen.

Die wichtigsten Neuigkeiten dieser Woche

Braunschweigs Gabenzaun ist umgezogen: Weiterhin können Spenden für Wohnungslose und andere Bedürftige abgegeben werden: jetzt ein paar Meter weiter am „Lebensmittelpunkt“ vor dem Theologischen Zentrum in der Schützenstraße.

Der Lichtparcours 2020 stand in den vergangenen Wochen unter dem „Prinzip Hoffnung“: Angesichts der Corona-Pandemie war fraglich, ob er stattfinden kann. Doch jetzt hat der städtische Krisenstab das Konzept genehmigt. Start ist am Samstag, 13. Juni. Internationale Künstler haben 15 Arbeiten entwickelt. Sie werden in diesen Tagen aufgebaut. Das Programmheft ist ab sofort an vielen öffentlichen Stellen wie der Touristinfo (Kleine Burg 14) erhältlich.

Drive-In hinter der Südkurve: Zum Heimspiel der Eintracht gegen Bayern München können Fans am Sonntag per Pkw oder Fahrrad über den Parkplatz an der Hamburger Straße anreisen – und hinter ihrer Kurve Bier und Bratwurst verzehren.

Die Diskos und Clubs im Kultviertel rücken zusammen: Am Samstag wird der erste Livestream „Meile United“ ausgestrahlt: sechs Stunden Musik.

Auch Braunschweigs Jugendherberge ist wieder geöffnet. Die ersten Gäste waren schon da. Doch Klassen- und Gruppenfahrten sind noch verboten – damit liegt das Hauptgeschäft brach.

Die Braunschweiger trainieren unter freiem Himmel: „Bürgersport im Park“ der Bürgerstiftung Braunschweig ist in eine neue Saison gestartet. Sieben Vereine bieten 18 Sportangebote von Aroha bis Yoga an.

Werden sich am 13. Juni hunderte Raver zum Tanzen beim Rave-Open-Air-Fest am Kennelweg treffen? Der Veranstalter ist optimistisch – die Stadt hingegen ist irritiert und bremst.

Das Tierheim ist seit Mitte März geschlossen, und Tiere wurden seitdem kaum vermittelt. Nun sucht das Tierheim per Pizza-Karton neue Halter: Die Idee dazu hatte eine 21-jährige Tierfreundin.

Die Braunschweig Stadtmarketing GmbH bietet wieder Stadtführungen an. Der „Stadtspaziergang durch die Löwenstadt“ findet regelmäßig samstags um 14 Uhr und sonntags um 11 Uhr statt. Zudem sind verschiedene Gruppenführungen buchbar. Und: Es gelten bestimmte Regeln!

Schritt für Schritt hebt sich der Bleimantel der Corona-Krise: Nach dem Lockdown entsteht endlich Aufbruchstimmung. Geschäfte freuen sich wieder auf Kunden, Museen haben geöffnet, Freiluftsport ist möglich. Wir zeigen viele mutmachende Beispiele von zuversichtlichen Unternehmen und Leuten, die mit viel Ausdauer und guten Ideen trotz Covid-19 durchstarten: „Wir sind wieder da!“

Die Folgen von Corona in Braunschweig

Alle Städte müssen finanzielle Einbußen hinnehmen. Der Bund hat nun Hilfen in Milliardenhöhe zugesagt. Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth begrüßt das Konjunkturpaket des Bundes. „Besonders wichtig ist dabei zum einen die Zusage, die Hälfte der Ausfälle bei der Gewerbesteuer zu übernehmen. Zum anderen hilft uns die Erhöhung der Kostenübernahme bei den Unterkunftskosten für Arbeitslosengeld-II-Empfängern auf bis zu 75 Prozent.“ Für Braunschweig könne sich eine dauerhafte Entlastung von bis zu zwölf Millionen Euro ergeben.

Seit Beginn der Corona-Krise haben in Braunschweig 2830 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet – unklar ist allerdings, wie viele Beschäftigte sich tatsächlich in Kurzarbeit befinden. Die Zahl der Arbeitslosen ist seit Mitte März um 1400 gestiegen. Allerdings: Im vergangenen Monat fanden 304 Braunschweiger auch einen neuen Arbeitsplatz.

Die Passantenzahlen in der Innenstadt nähern sich langsam wieder den Vorjahreswerten an. Laut der Braunschweig Stadtmarketing GmbH lösten die Lasermessgeräte in der vergangenen Woche – im Vergleich mit den Wochen während der Schließungen – mehr als doppelt so oft aus. Mit nahezu 479.000 Besucherbewegungen in der vergangenen Woche vom 25. bis zum 31. Mai liegen die Werte aktuell noch knapp zwölf Prozent unter Vorjahresniveau. Seit sechs Wochen sind die Geschäfte und seit drei Wochen die Restaurants und Cafés wieder geöffnet.

Auf Braunschweigs Straße liegt die Verkehrsmenge Zählungen zufolge bei rund 75 Prozent des normalen Niveaus.

Entwicklung der Infektionen in Braunschweig

Bislang wurden insgesamt 331 Corona-Infektionen in Braunschweig nachgewiesen (Stand Freitag, 5. Juni). Keine Veränderung gegenüber Donnerstag. Laut der Stadtverwaltung sind aktuell 10 Menschen erkrankt. 304 sind bereits genesen. Die Zahlen werden erst am Montag wieder aktualisiert.

Bislang sind in Braunschweig 17 Menschen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. Alle Verstorbenen waren zwischen 55 und 96 Jahren alt, darunter insgesamt vier Bewohnerinnen und ein Bewohner des Awo-Pflegeheims in Querum. In der Statistik werden alle Menschen erfasst, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Es wird nicht differenziert, ob ein Patient an Covid-19 gestorben ist oder an einer anderen schweren Vorerkrankung.

In Braunschweigs Krankenhäusern werden zurzeit 5 Patienten mit Covid-19 behandelt. Darunter sind auch Patienten aus der Region. (Die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Menschen wird von der Stadtverwaltung künftig einmal wöchentlich erhoben. Die nächste Aktualisierung erfolgt am 10. Juni.)

Ab 90 Neu-Infektionen innerhalb von sieben Tagen ist in Braunschweig wieder mit Beschränkungen zu rechnen. Das Ziel: eine Überlastung von Kliniken und Gesundheitsamt verhindern. Die Stadtverwaltung hat dem Rat die „Corona-Ampel“ vorgestellt.

Mit einer großen Plakat- und Anzeigenkampagne unter dem Motto „Zeige Herz“ will die Stadt für das besondere Leben in Corona-Zeiten sensibilisieren. Es geht um die wichtigen Regeln im Miteinander.

Die Diskussion um vorsorgliche Corona-Tests geht weiter. Wer sollte getestet werden? Wie sinnvoll ist das? Welche Kapazitäten gibt es? Wer ist zuständig? Im Interview erläutert Professor Dr. Jan Kramer vom LADR Laborverbund Details zu den Testverfahren.

Diese Einrichtungen sind weiterhin geschlossen

Wann Diskotheken sowie wie Kinos und Theater öffnen dürfen, ist offen. Auch Saunen bleiben geschlossen. Messen sind untersagt.

Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sowie Schützenfeste und Ähnliches bleiben bis 31. August verboten.

Die Kontaktbeschränkungen gelten weiter. Das heißt: In der Öffentlichkeit dürfen sich die Mitglieder von maximal zwei Haushalten treffen.

Veranstaltungen und Reisen für Kinder- und Jugendlichengruppen, wie zum Beispiel Ferien- und Zeltlager, sind bis nach den Sommerferien nicht möglich.

All das ist bereits wieder erlaubt

Auf dem Schützenplatz gibt’s täglich das Braunschweiger Autokino. Die erste Vorstellung war komplett ausverkauft.

Lust auf Rummel? Dann nichts wie hin zum Messegelände an der Eisenbütteler Straße. Die Braunschweiger Schausteller haben dort eine „Kirmes to go“ aufgebaut. Man kann sogar mit dem Auto vorfahren.

Städtische Sporthallen, Gymnastikräume und Schießsportanlagen sind wieder für Vereine geöffnet. Es gibt allerdings mehrere Ausnahmen. Die Fitnessstudios sind unter Auflagen wieder am Start.

Das Staatstheater hat seine Reihe „Wir kommen zu Ihnen“ mit kostenlosen Kurz-Auftritten in privaten Gärten und Höfen gestartet. Es gibt bereits 150 Anfragen für diese kleinen Gastspiele.

Ebenso können die Kinder- und Jugendzentren öffnen – es gibt zwar einige Einschränkungen, aber viele Angebote sind möglich.

Viele Kurse der Volkshochschule sind wieder gestartet. Pro Kurs können bis zu zehn Teilnehmer mit dem vorgeschriebenen Abstand unterrichtet werden. Auch im Haus der Familie gibt es wieder Veranstaltungen.

Die Tagespflege für Ältere und Pflegebedürftige sowie für Menschen mit Behinderung darf maximal die Hälfte der Plätze wieder belegen, ein Hygienekonzept vorausgesetzt. Auch Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Tagesförderstätten dürfen die Hälfte der Plätze öffnen. Außerdem können Menschen, die soziale, pädagogische oder psychologische Unterstützung brauchen, wieder die entsprechenden Beratungsstellen aufsuchen.

Die Restaurants, Cafés, Imbisse, Kantinen und Biergärten dürfen seit 11. Mai wieder öffnen. Das Servicepersonal muss Mundschutz tragen, die Gäste nicht. Eine Reservierung ist keine Pflicht, wird aber empfohlen. Das Stadtmarketing und die Wirtschaftsförderung stellen den Braunschweiger Gastronomen und ihren Gästen ein Reservierungssystem kostenfrei zur Verfügung. Die Gastronomen müssen den Namen, Anschrift und Telefonnummer jedes Gastes dokumentieren und drei Wochen aufbewahren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann.

Die 800-Quadratmeter-Regelung für Geschäfte ist entfallen. Große Geschäfte dürfen auf voller Fläche öffnen. Viele haben dies auch sofort umgesetzt, zum Beispiel Karstadt, Galeria, H&M, Peek&Cloppenburg, Ikea, Porta, Mediamarkt, Saturn, C&A und etliche mehr.

Die Haus- und Fachärzte arbeiten wieder im Regelbetrieb. Auch Routinekontrollen, Vorsorgeuntersuchungen und ambulante Operationen sind in Praxen wieder möglich. Notwendig ist eine telefonische Terminvereinbarung. Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Osteopathen praktizieren wieder.

Friseure dürfen wieder Haare schneiden. Manikürestudios, Pedikürestudios, Kosmetikstudios und Massagepraxen haben mit strengen Hygieneauflagen wieder geöffnet.

In den Fahrschulen können wieder der Praxisunterricht sowie praktische Prüfungen für den Auto- und LKW-Führerschein stattfinden.

Der Zoo in Stöckheim ist für Besucher geöffnet. TU-Studenten haben eine Internet-Plattform entwickelt, über die Futterpakete für Zoo-Tiere gekauft werden können. Das Füttern geht jetzt also auch virtuell.

Der Botanische Garten der Technischen Universität Braunschweig ist geöffnet. Die Gartenerweiterung und die Schaugewächshäuser müssen bis auf weiteres Geschlossen bleiben. Picknicke sind nicht möglich. Öffnungszeiten: Montags geschlossen, dienstags bis freitags 10 bis 16 Uhr, samstags und sonntags 10 bis 18 Uhr. Bei Regenwetter bleibt der Garten geschlossen.

Viele evangelische Kirchengemeinden in Braunschweig laden seit 10. Mai wieder zum Gottesdienst ein, auch der Dom. Die katholische Kirche startete am 16. Mai mit Gottesdiensten in verkürzter Form.

Das Lagerverbot in Parks und auf Grünflächen ist aufgehoben. Die 240 Spielplätze und 55 Bolzplätze in Braunschweig dürfen wieder genutzt werden. Die Kinder müssen von einem Erwachsenen begleitet werden, und es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen einzuhalten.

Auch Sport im Freien ist erlaubt, sofern ein Mindestabstand von 2 Metern eingehalten wird. Es geht um kontaktlose Sportarten wie Tennis, Golf, Reiten oder Leichtathletik. Dies gilt sowohl für den Vereinssport, als auch für Freizeitsportler. Auch Mannschaftssportarten können eingeschränkt betrieben werden. Das heißt, der kontaktlose, nicht wettkampforientierte Trainingsbetrieb im Freien in Kleingruppen ist möglich. Belegungspläne von durch die Stadt betreuten und verwalteten Sportanlagen gelten wieder. Duschen und Umkleiden in Vereinsheimen und Sportfunktionsgebäuden dürfen nicht genutzt werden.

Mehrere Museen sind wieder geöffnet: Das Naturhistorische Museum (maximal 50 Besucher gleichzeitig), das Braunschweigischen Landesmuseum (Kindermuseum / nur nach Anmeldung unter (0531) 12252424, für jede Familie eineinhalb Stunden lang, Eintritt frei), das Städtische Museum (30 Besucher gleichzeitig / Maskenpflicht / Sonderausstellung „Im Licht der Medici“), der Kunstverein, das Museum für Photographie und die halle267 (Peter Tuma mit seiner Ausstellung „Am Wege“ / maximal 10 Besucher / Maskenpflicht), das Herzog-Anton-Ulrich-Museum (nur 50 Besucher gleichzeitig, Kabinette geschlossen, reduzierter Eintrittspreis von 2,50 Euro, Burg Dankwarderode geschlossen). Auch das Stadtarchiv hat wieder geöffnet (maximal fünf Besucher am Tag / Anmeldung per Telefon oder Mail).

Übrigens: Das Braunschweigische Landesmuseum sammelt zurzeit verschiedenste Objekte rund um Corona, zum Beispiel selbstgenähte Masken, Fotos, Ganzkörper-Schutzanzüge, Tagebücher und Alu-Hüte. All dies soll der Nachwelt die Corona-Pandemie näher bringen.

Das Wichtigste rund um Kita und Schule

Nach Pfingsten sind die 7., 8. und 2. Klassen gestartet. Die Klassen 5, 6 und 1 sollen am 15. Juni folgen.

Die Notbetreuung wird ständig ausgeweitet: Jedes vierte Kind geht bereits wieder in die Kita. Für die Kitas ist das eine Herausforderung. Manche Eltern wünschen sich eine schnellere Öffnung – andere betreuen lieber länger selbst. Der Regelbetrieb in den Kitas soll nach dem Stufenplan des Landes voraussichtlich ab 1. August wieder aufgenommen werden.

Die Schulen in Braunschweig müssen die Hygienepläne umsetzen. Doch in Detailfragen gibt es Unterschiede – etwa beim Thema Mund-Nasen-Schutz: Wann müssen die Schüler ihn tragen und wann nicht?

Einschulungen sind im kommenden Schuljahr auch ohne Schuleingangsuntersuchung möglich. Aufgrund der Corona-Beschränkungen mussten die Untersuchungen zeitweise ausgesetzt werden. Zwar waren laut der Stadtverwaltung vorher schon 75 Prozent der Vorschulkinder untersucht worden. Und seit dem 11. Mai führe das Gesundheitsamt unter erhöhten Hygieneanforderungen auch wieder Schuleingangsuntersuchungen durch. Aber es werde voraussichtlich nicht gelingen, alle anderen Vorschulkinder noch rechtzeitig zu untersuchen – sie können trotzdem eingeschult werden.

In der Realschule Maschstraße hatte es im Mai einen Corona-Fall gegeben. Wie läuft der Unterricht jetzt ab? Der Schulleiter berichtet.

Seit 4. Mai gehen die Viertklässler wieder in die Grundschulen. Wie der „erste Schultag“ gelaufen ist und worauf Kinder und Lehrer achten müssen, erläutert Gabriele Hübner, die Leiterin der Grundschule Hohestieg, im Interview.

Die Anmeldung für Erstklässler im Schuljahr 2021/22 und für künftige Fünftklässler im kommenden Schuljahr läuft wegen der Corona-Pandemie ist dieses Mal ein kontaktloses Verfahren vorgesehen. Die Eltern sollen zur Anmeldung ihrer Kinder nicht in die Schulen kommen.

Der Stadtschülerrat hat ein Video gedreht mit Tipps, wie sich Schüler am besten vor einer Infektion schützen können. Fünf Regeln werden insgesamt aufgestellt. Inzwischen gibt es auch ein Video für Grundschulen.

Schule im Corona-Modus: Schüler des zehnten Jahrgangs der Sally-Perel-Gesamtschule in Volkmarode haben an ihrem ersten Schultag nach der Corona-Zwangspause aufgeschrieben, was sie zurzeit bewegt. Entstanden sind sehr persönliche „Innere Monologe“.

Schüler der IGS Franzsches Feld und anderer Schulen forderten, dass die Abitur-Prüfungen ausfallen sollen. Die Lernbedingungen seien unfair und die Angst vor einer Infektion mit Corona sei groß. Sie haben einen Brief an den Kultusminister geschrieben und erhalten Unterstützung von ihrem Schulleiter. Die Antwort liegt jetzt vor – und die Enttäuschung ist groß.

So sind die Stadtverwaltung und andere wichtige Einrichtungen erreichbar

Die Stadtverwaltung hat weitere Abteilungen für den Besucherverkehr geöffnet, unter anderem in den Fachbereichen Soziales und Gesundheit sowie Kinder, Jugend und Familie. Nach wie vor sind Anmeldungen nötig.

Die Beratungsstelle Planen-Bauen-Umwelt, der Fachbereich Stadtplanung und Geoinformation sowie der Fachbereich Tiefbau und Verkehr sind ab sofort wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Beratungen sowie die Wahrnehmung anderer Dienstleistungen sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich, um eine Besuchersteuerung zu erreichen. Um die Zahl der Kontakte möglichst gering zu halten, soll weiterhin vorrangig die elektronische oder telefonische Kommunikation genutzt werden.

Ortskundeprüfungen für Taxifahrer können mit begrenzter Anzahl an Teilnehmern stattfinden.

Die KFZ-Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle in der Porschestraße sind wieder geöffnet. Auch die Kassenautomaten können wieder genutzt werden. Wichtig: Es muss vorher ein Termin vereinbart werden. Lediglich Abmeldungen können weiterhin nur auf schriftlichem Weg erfolgen.

Die Abteilung Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten, die Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz sowie die Abteilung Umweltschutz und Umweltplanung, alle in der Richard-Wagner-Straße 1, haben wieder geöffnet. Persönliche Vorsprachen sind aber nur nach vorheriger Terminvereinbarung per Telefon oder Mail möglich. Die Ansprechpartner sind auf den Seiten der jeweiligen Abteilungen unter www.braunschweig.de zu finden. Es besteht Maskenpflicht. Die Trichinenabgabe für die Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz ist nur montags von 8 bis 10 Uhr mittels der vor dem Haupteingang aufgestellten Kühlbox möglich.

Seit Dienstag, 28. April, sind die Abteilung Allgemeine Bürgerangelegenheiten in der Friedrich-Straße-Seele 7 sowie die Bezirksgeschäftsstellen in Wenden, Stöckheim und Broitzem wieder geöffnet. Überall gilt: Alles läuft nur eingeschränkt und mit Auflagen.

Die Stadtbibliothek hat geöffnet. Es gelten verschiedene Einschränkungen. Auch viele Ortsbüchereien sind wieder geöffnet.

Die Städtische Musikschule hat ihren Betrieb mit Einschränkungen wieder aufgenommen. Das Konzept sieht vor, dass zunächst nur Einzelunterricht stattfindet.

Die Arbeitsagentur ist für Besucherverkehr geschlossen. Kunden erreichen sie von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter (0531) 207-3913, Arbeitgeber unter (0800) 4555520. Zusätzlich gibt es dienstags und donnerstags telefonische Beratungstage zum Thema Ausbildung und Studium unter (0531) 207–1199 an. Persönliche Termine sollen in den kommenden Wochen im dringenden Einzelfall wieder teilweise möglich werden. Ansonsten gilt: Eine Arbeitslosmeldung kann bis auf weiteres auch telefonisch erfolgen und wird gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt persönlich nachgeholt. Anträge auf Geldleistungen können online unter www.arbeitsagentur.de gestellt werden.

Das Jobcenter ist ebenfalls für Besucherverkehr gesperrt. Unter der Telefonnummer (0531) 80177 1111 gelangen Anrufende direkt zu Mitarbeitern des Braunschweiger Jobcenters. Diese Service-Nummer ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 15 Uhr besetzt. Die bundesweit geschaltete Hotline (0800) 4555523 ist montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr erreichbar. Kunden können zum Beispiel ihre Arbeitslosmeldung bis auf weiteres auch telefonisch vornehmen. Anträge auf Geldleistungen können auch online über die e-Services unter http://www.arbeitsagentur.de erfolgen. Weiterführende Informationen, etwa auch für betroffene Selbstständige (vereinfachte Beantragung von Grundsicherung) oder Menschen mit sehr geringem Kurzarbeitergeld (Anspruch auf Grundsicherung oder Kinderzuschuss), sind auf der Homepage des Jobcenters Braunschweig hinterlegt.

Maskenpflicht und andere Vorgaben

Seit 25. April gilt in Braunschweig eine Maskenpflicht. Die Alltagsmasken sollen unter anderem in Bussen und Bahnen sowie in Läden getragen werden. Alternativ ist zum Beispiel auch ein Schal zulässig. Bislang gibt es damit auf den Märkten und Geschäften keine Probleme.

Apotheken in Braunschweig bieten jetzt kostenlos einen „Ohrschutz“ für den Mundschutz an. Er wird mit dem 3-D-Drucker gedruckt – die Initiative „Maker vs. Virus“ macht’s in Zusammenarbeit mit vielen Apotheken möglich.

Das Braunschweiger Stadtmarketing bietet Unternehmen, Händlern, Gastronomen und Dienstleistern Einmal-Mund-Nasenschutze in Paketen von 50 bis 1500 Stück an. Die Bestellung erfolgt per Mail. Die Stadt hat mithilfe des Klinikums eine Million Einmal-Alltagsmasken geordert. Diese sind an mehreren Verkaufsstellen in Braunschweig zum Selbstkostenpreis von einem Euro erhältlich. Studenten der TU Braunschweig machen sich für das Tragen von Alltags-Mund-und-Nasenschutz stark. Sie haben eine Plattform (www.BraunschweigZeigtMaske.de) gestartet mit einer Übersicht von Läden, die Masken herstellen und verkaufen.

Der Zugang zum Wochenmarkt auf dem Altstadtmarkt und zum Wochenmarkt in der Herzogin-Elisabeth-Straße ist weiterhin eingeschränkt. Es gibt jeweils nur einen einzigen Zu- und einen Abgang. Die Stadtverwaltung setzt neben den Marktaufsichten auch einen privaten Sicherheitsdienst ein. Der Abstand zwischen den Kunden muss rund 1,50 Metern betragen – das gilt auch für Warteschlangen.

Lage in den Krankenhäusern und Altenheimen

In Heimen für Ältere und für Menschen mit Behinderungen muss das Hygienekonzept unverzüglich wieder soziale Kontakte außerhalb der Einrichtung zu ermöglichen – zum Beispiel kleine Einkäufe oder einen Spaziergang im Park.

Im Städtischen Klinikum dürfen Patienten ab sofort wieder besucht werden. Allerdings gelten strenge Regeln. Auch im Marienstift und im Herzogin-Elisabeth-Hospital sind Besuche möglich.

Krankenhäuser dürfen wieder planbare Operationen vornehmen, müssen aber Kapazitäten für Corona-Patienten vorhalten.

Das im Vienna-Hotel geplante Behelfskrankenhaus wird nicht kommen. Die Stadt wird den Mietvertrag, der zunächst bis Ende Juni läuft, nicht verlängern. Stattdessen hält das Städtische Klinikum jetzt in einem Neubau eine Etage mit 45 Betten frei. Dadurch verzögert sich der Umzug der Kinder- und Jugendklinik von der Holwedestraße an die Salzdahlumer Straße.

Die Absage aller planbaren Operationen und die gestiegenen Preise für dringend benötigte Schutzausrüstung führen in den Krankenhäusern zu finanziellen Verlusten. Angesichts der Corona-Beschränkungen melden die Krankenhäuser außerdem einen auffälligen Rückgang der Notfall-Patienten. Offensichtlich schieben Patienten mit schweren Erkrankungen einen Arztbesuch wochenlang vor sich her. Menschen etwa mit einer fortgeschrittenen Herzschwäche oder einer Magenblutung warten zu lange, bevor sie ins Krankenhaus gehen. Die Krankenhäuser appellieren daher an alle Patienten, Notfälle nicht zu verschleppen: Niemand müsse befürchten, sich im Krankenhaus mit Corona anzustecken.

Hilfe und Unterstützung in der Corona-Krise

Die Solidarität angesichts der Corona-Krise ist immens. Unzählige Braunschweiger bieten ihre Hilfe an – und etliche sind genau darauf angewiesen, ältere und kranke Nachbarn, Obdachlose, arme Familien mit Kindern, Pflegeheime, Gastronomen und Händler, Künstler, Studenten und viele mehr. Eine Übersicht über alle wichtigen Ansprechpartner und Projekte finden Sie hier. Die Aufstellung gibt unter anderem Hinweise zu Masken-Nähprojekten, zu den Öffnungszeiten der Tafel, zur Förderung der lokalen Wirtschaft und zu Spendenaktionen.

Ärzte, Bereitschaftsdienst und Corona-Tests

Um das Corona-Virus weiter einzudämmen, ist die kassenärztliche Bereitschaftsdienstpraxis zurzeit geschlossen. Bis auf weiteres werden die Ärzte, die bisher in den Bereitschaftsdienstpraxen den Dienst versehen haben, mobil eingesetzt. Erreichbar ist der Bereitschaftsdienst über die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116117.

In unserer Region startete kürzlich ein bundesweit einmaliger Test: Ärztenotdienst per Videosprechstunde. Leichte Beschwerden wollen die Ärzte in unserer Region nun am Computer abklären. Gerade jetzt in Zeiten von Corona und geschlossenen Bereitschaftsdienstpraxen soll das neue Angebot die derzeit zu Hausbesuchen tourenden mobilen Bereitschaftsdienst-Ärzte an Wochenenden und Feiertagen entlasten.

Für Corona-Tests hat die Kassenärztliche Vereinigung einen „Drive-In“ eingerichtet. Dort können im Fünf-Minuten-Takt Abstriche gemacht werden, wie KV-Bezirksgeschäftsführer Stefan Hofmann mitteilt. Außerdem kann das Labor aufgrund schnellerer Testverfahren in kürzerer Zeit mehr Abstriche analysieren als am Anfang der Corona-Pandemie. Achtung: Niemand kann von sich aus zum Drive-In kommen. Wer den Verdacht hat, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein, muss erst seinen Hausarzt anrufen – der kann dann gegebenenfalls einen Test-Termin veranlassen.

Wirtschaft in Braunschweig

Die Nachfrage nach Hilfsgeld aus dem Härtefallfonds der Stadt Braunschweig ist groß. Der Fonds wurde kürzlich um eine Million auf insgesamt vier Millionen Euro aufgestockt. Profitieren können unter anderem Gastronomen, Hoteliers und Kulturschaffende. Übrigens: Insbesondere zur Unterstützung freier Künstler und Kulturinstitutionen ist noch Geld vorhanden.

Die Stadt will Unternehmen entlasten, die von der Corona-Pandemie betroffen sind. Auf Antrag kann die Gewerbesteuer gestundet werden. Vorauszahlungen sollen angepasst und Vollstreckungsmaßnahmen aufgeschoben werden.

Braunschweiger Gastronomen und Einzelhändler können auf der städtischen Internetseite auf ihre Abhol- und Lieferangebote hinweisen. Unter www.braunschweig.de/bestellen-liefern werden entsprechende Angebote gesammelt. Außerdem gibt es auf Instagram die Accounts supportyourlocal_bs und die „Lieferliste38“ eingerichtet.

Die IHK Braunschweig hat eine Beratungshotline für ihre Mitgliedsunternehmen geschaltet: Unter der Telefonnummer (0531) 4715-222 beraten die IHK-Mitarbeiter zu Fragen rund um Liquiditätshilfen, Gespräche mit Lieferanten und Vermietern, Staatliche Hilfen/Unterstützungsangebote von Bund und Land.

Auf der Internetseite der Stadt gibt es eine Übersicht zu allen Hilfspaketen und Ansprechpartnern für Unternehmen: www.braunschweig.de/wirtschaft-corona. Arbeitgeberverband, IHK, Handwerkskammer, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und weitere Verbände und Einrichtungen wollen damit den Unternehmen vor Ort bei der Bewältigung der Corona-Krise bestmöglich zur Seite zu stehen.

Was die Braunschweiger Wissenschaft in der Corona-Pandemie beiträgt

Wissenschaftler der TU Braunschweig haben sich mit der Frage befasst, wie effizientere Corona-Tests möglich sind. Simulationen zeigen ihnen zufolge: Ein Zehntel der Bevölkerung Deutschlands könnte innerhalb von rund zehn Tagen getestet werden – mit Proben-Pooling.

Wissenschaftlern des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung, des Braunschweiger Unternehmen Yumab und der Technischen Universität Braunschweig ist ein großer Schritt auf dem Weg zu einem Medikament gegen Covid-19 gelungen. Sie haben einen Antikörper nachgewiesen, der das Coronavirus erfolgreich am Eindringen in Zellen hindert.

Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) warnten Mitte April davor, die Beschränkungen zu lockern. Sie regten sogar an, zu überlegen, ob die Einschränkungen im sozialen Leben kurzfristig noch verstärkt werden sollten, um die Ausbreitung weiter zu verlangsamen.


Die wichtigsten Telefonnummern

Krankheitssymptome: Wer grippeähnliche Symptome hat (Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen, Atemproblemen, Kopf- und Gliederschmerzen) sollte seinen Hausarzt anrufen. Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen. Hörgeschädigte können eine Mail an buergertelefon@braunschweig.de schicken.

Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117 (Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr, Mittwoch und Freitag ab 15 Uhr sowie Sonnabend, Sonntag und Feiertag ab 8 Uhr und jeweils bis 7 Uhr des darauffolgenden Tages). Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es zurzeit lange Wartezeiten. Bitte nur in dringenden Fällen anrufen!

Corona-Hotline der Stadt: Für allgemeine Fragen ist das Gesundheitsamt unter (0531) 470-7000 erreichbar, und zwar montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr.

Bei psychischen und familiären Problemen stehen die bekannten Braunschweiger Beratungsstellen auch jetzt grundsätzlich telefonisch zur Verfügung, etwa der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes unter (0531) 470-7272 und der Psychosoziale Krisendienst unter (0531) 470-7777.

Seit Kurzem gibt es den Physiotherapeuten-Notdienst. Der Eintrag auf der Seite www.physiotherapeuten-notdienst.de ist für alle Praxen kostenlos, egal ob Verbandsmitglied oder nicht. Patienten oder Kliniken können durch eine Suchfunktion schnell und einfach weiterhin geöffnete Praxen in der Nähe des Wohnortes des Patienten finden.


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