Brut- und Setzzeit: Keine Einschränkung für Katzen

Wolfenbüttel  Während der Brut- und Setzzeit gilt ein Leinenzwang für Hunde. Für Katzen gibt es keine Einschränkungen, Die Gründe erklärt der Landkreis.

Während der Brut- und Setzzeit müssen Hunde in der freien Natur an die Leine.

Foto: Archiv

Während der Brut- und Setzzeit müssen Hunde in der freien Natur an die Leine. Foto: Archiv

Von 1. April bis 15. Juli müssen Hundehalter ihre Tiere an die Leine nehmen, wenn sie mit ihnen in freier Natur unterwegs sind. Ein Leser ärgert sich und spricht von ungerechter Behandlung gegenüber anderen Tierhaltern. Was ist mit Katzen, die Jagd auf Vögel machen, fragt er: Warum darf der Bauer während der Brut- und Setzzeit mit dem Traktor über sein Feld fahren, warum dürfen während dieser Zeit Wiesen gemäht werden?

Katzen. Durch die Regelung sollen Tiere geschützt werden, erklärt die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises. „Natürlich wäre es ganz im Sinne des Naturschutzes, wenn Katzen während dieser Zeit nicht jagen würden“, schreibt der Landkreis. Dies sei aber für die Halter schwierig umzusetzen, wenn die Tiere Freigang gewohnt seien. Außerdem hielten sich Katzen zumeist in Wohnungen sowie in Hausgärten im Umfeld der Wohnungen auf. Aus Sicht der Behörde mache dies einen Unterschied.

Mähen der Wiesen. Es wäre wünschenswert, dass die Wiesen während der Brut- und Setzzeit nicht gemäht werden, schreibt der Landkreis. In diesem Punkt gebe es allerdings keine festen Vereinbarungen mit der Stadt oder den Gemeinden.

Landwirte und Waldarbeiter. Sie sind laut Landkreis nicht von den Einschränkungen betroffen, weil sie einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Für sie gelten besondere Vorschriften. „Natürlich wäre eine gewisse Rücksichtnahme auch hier wünschenswert“, schreibt der Landkreis. In einigen besonderen Schutzgebieten könne es zudem Einschränkungen bei der Bewirtschaftung geben.

Hundesteuer. Ungleichbehandlung sieht der Leser auch beim Thema Hundesteuer. Warum müssten Hundebesitzer die Steuer zahlen, obwohl die meisten von ihnen die Hinterlassenschaften ihrer Hunde wegräumten. Pferdebesitzer hingegen gingen steuerfrei aus. Thorsten Raedlein, Sprecher der Stadt Wolfenbüttel, betont, dass die Hundesteuer eine allgemeine Abgabe sei, die nicht mit einer konkreten Leistung verbunden sei. Außerdem seien Pferdehalter sehr wohl verpflichtet, Straßen von Pferdeäpfeln zu reinigen.

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