Museum Barberini eröffnet

Edward Munch hat die "Mädchen auf der Brücke" 1902 gemalt. Seit diesem Wochenende können Besucher das Ölgemälde in Potsdam anschauen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte das neue Museum Barberini am Freitag eröffnet. "Und damit knüpft das Haus an einstige Traditionen als Ort der Kultur im Herzen der Stadt an. Und das und wie das möglich wurde, das sagt viel über unser Land aus. Die deutsche Kulturlandschaft weist eine einzigartige Vielfalt auf. Und dies wurde und ist nur möglich, weil neben staatlichem viel privates und bürgerschaftliches Engagement steht." Der SAP-Gründer Hasso Plattner stiftete das Museuam mit Ausstellungen zum Impressionismus und der frühen Moderne. In dem rekonstruierten Palais Barberini wurden 17 Ausstellungssäle auf 2200 Quadratmetern geschaffen. "Das ist ein Grund für mich, warum ich sage, wenn ich irgendwo investiere in soziale Dinge wie zum Beispiel die Universität, wie zum Beispiel das Museum hier, dann erstens Mal in der Nähe von meiner Heimatstadt Berlin. Das zweite - also ich bin damit auch Brandenburger - und eben in der ehemaligen DDR, weil ich meine, dass die in den letzten 50 Jahren schlechter weggekommen ist in der Geschichte als die anderen Teile Deutschlands und West-Berlin." Impressionismus. Die Kunst der Landschaft - so der Titel der ersten Ausstellung. Damit rückt das Museum die Beobachtung der Natur unter freiem Himmel ins Rampenlicht. Bis Ende Mai sind mehr als 100 Werke zu sehen. Darunter - auch Claude Monets weltbekannte Seerosenstudien. Außerdem Werke von Emil Nolde, Auguste Rodin und Max Liebermann. Die Direktorin, Ortrud Westheider, hofft auf intensive Begegnung mit der Kunst im neuen Museum. "Diese Bilder, die sprechen einen unmittelbar an, mit allen Sinnen. Man kann das Wasser nur anschauen, aber man hat auch irgendwie das Gefühl, man kennt die Temperatur, man hört förmlich den Wind in den Gräsern. Das sind Qualitäten, die dadurch zustande kommen, dass die Maler sehr, sehr genau beobachtet haben. Es ist natürlich im 19. Jahrhundert, die Naturwissenschaften waren weit entwickelt, und man wollte wirklich diese absolute Modernität haben, ausgehend vom Einzelnen." Das Museum Barberini hat seit Samstag täglich außer dienstags von 11-19 Uhr geöffnet.
So, 22.01.2017, 16.14 Uhr

Museum Barberini eröffnet

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