Die Wildcats stehen im Finale!

Wolfenbüttel  Finale! Für die Wolfenbüttel Wildcats geht ein großer Traum in Erfüllung.

Tasha Harris (von rechts) war auch von Marburgs Amanda Davidson nicht zu halten. Mit 32 Punkten war sie Topscorerin des Spiels.

Foto: Sabine Stapel

Tasha Harris (von rechts) war auch von Marburgs Amanda Davidson nicht zu halten. Mit 32 Punkten war sie Topscorerin des Spiels. Foto: Sabine Stapel

Durch einen unerwartet deutlichen 99:83-Heimsieg über die Blue Dolphins Marburg sicherten sie sich gestern Abend die Endspielteilnahme um die Deutsche Meisterschaft. Am Samstag empfangen die Wildkatzen um 18 Uhr die Halle Lions in der Lindenhalle.

Wie schon im Viertelfinale gegen Nördlingen hatten die Wildcats im zweiten Spiel ihren ersten Matchball vergeben. Bei der 65:75-Niederlage am Freitag in Marburg liefen sie mit Ausnahme des 17:17-Zwischenstandes permanent einem Rückstand hinterher (wir berichteten kurz).

Die Marburgerinnen dominierten fast nach Belieben die Bretter und hatten mit Amanda Davidson (21 Punkte, 10 Assists, 8 Rebounds) die überragende Spielerin auf ihrer Seite. Zudem war die Wurfquote der Wildcats fernab ihrer Normalausbeute. Zwar stemmte sich wieder einmal Tenaya Watson (13 Punkte, 9 Rebounds) mit nimmermüdem Einsatz gegen die Niederlage, doch ließen die Gäste mehrfach Chancen liegen, das Duell noch einmal spannend zu gestalten. Das bestraften die „Blue Dolphins“ eiskalt.

Gestern lief es fast genau andersrum. Zwar hatten die Wildcats im ersten Durchgang erneut Probleme mit den langen Spielerinnen aus Marburg. Doch diesmal passte die Trefferquote – und vor allem gelang es Tasha Harris, ihre bislang schon überragende Play-off-Leistung ein weiteres Mal zu toppen. Obwohl sie nach einem Aufschlag auf den Hallenboden mehrere Minuten indisponiert wirkte, lieferte sie mit insgesamt 32 Punkten den Spitzenwert des Tages ab. Da konnte nur noch ihre Teamkollegin Tenaya Watson mithalten, der mit 27 Punkten und 11 Rebounds ein begehrtes Double-Double gelang, also gleich zwei zweistellige Statistikwerte.

Doch Marburg blieb lange in Schlagweite, weil die Dreier der Dolphins fielen, solange die Kondition reichte. Zudem hatte Nationalspielerin Lisa Koop wieder einen glänzenden Tag erwischt und versenkte am Brett nahezu jeden Wurf.

Doch mit zunehmender Spieldauer ging den Gästen die Luft aus. Wie schon im Spiel vor Wochenfrist, konnten sie die Wildcats nur noch mit Fouls bremsen – und mussten schließlich reihenweise vom Feld.

Die letzten Minuten des Spiels waren in der ausverkauften Halle am Landeshuter Platz für die Frauen von Trainer Vlastibor Klimes ein Schaulaufen vor den vollen Rängen begeisterter Fans.

Wildcats:Haldin 13 Punkte, Rosenfeldt, Callahan 3, Pöschel, Stapel, Berger, Fikiel 12/7 Rebounds, Hartwich, Harris 32/3 Dreier, Watson 27/1 Dreier/11 Rebounds, Haughian 10/6 Rebounds, Kulite 2.

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