Strenger Winter in der Mongolei bedroht Nomaden

In der Mongolei sind Zehntausende Nomaden von Hunger bedroht. Nach einem zweiten strengen Winter in Folge drohen viele Tiere zu verenden. "Der Winter war bisher sehr hart. Das heißt: Auch im Frühling wird es schwierig. Ich habe schon mehr als zehn Tiere verloren und es werden wohl noch mehr." Das als "Dsud" bekannte Wetterphänomen - in dem ein strenger Winter auf einen trockenen Sommer folgt - ist in den letzten Jahren immer häufiger aufgetreten, sagte die Generalsekretärin der mongolischen Roten Kreuzes, Nordov Bolormaa, am Donnerstag: "Früher gab es etwa fünf Dsuds in 60 Jahren - also etwa einmal alle 12 Jahre. In den letzten 27 Jahren hatten wir 7 Dsuds - einen etwa alle vier Jahre." Die Regierung in Ulan Bator hatte bereits im Dezember um internationale Hilfe gebeten. Nach Angaben des Roten Kreuzes in der Mongolei sind mehr als 157.000 Menschen in 17 von 21 Provinzen betroffen. Derzeit sind große Teile des Landes von Schnee bedeckt, was es für die Tiere sehr schwermacht, an Futter zukommen.
Do, 16.02.2017, 18.28 Uhr

Strenger Winter in der Mongolei bedroht Nomaden

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