Wenn die Eltern es nicht schaffen – 145 Pflegekinder in Wolfenbüttel
2011-06-29T08:03:00+0200Drei Kinder leben im Haus von Eva und Udo Fuhrmann. Die 14-jährige Lena, der 11-jährige Tim und der 6-jährige Dominic. Er ist erst seit drei Jahren ein Familienmitglied: Er ist ein Pflegekind, da er nicht mehr bei seiner leiblichen Mutter leben konnte.
"Natürlich war es anfänglich schwierig. Jeder musste seinen Platz in der Familie neu einnehmen. Dominic konnte vieles noch nicht, hatte und hat eine Entwicklungsverzögerung und er kannte kein Nein", sagt Eva Fuhrmann. In kleinen Schritten hätten sich alle aufeinander eingestellt – "mit viel Mut und Zuversicht". In der Regel haben Pflegekinder Kontakt zu ihren leiblichen Eltern. Als Vormund seien sie bei wichtigen Entscheidungen – etwa der Auswahl des Kindergartens oder bei Operationen – mit eingebunden, erklärt Margarete Schwanhold vom Pflegekinderdienst des Landkreises. Nach ihren Angaben gibt es derzeit 145 Pflegekinder im Landkreis.
Voraussetzungen, um ein Pflegekind aufnehmen zu können, seien beispielsweise eine gesicherte Existenz und Gesundheit, damit die Eltern nicht ausfielen. Eine Infoveranstaltung zum Thema findet am Dienstag, 5. Juli, ab 19 Uhr im Familien- und Kinderservicebüro des Landkreises, Harztorwall 4 in Wolfenbüttel, statt.


