Prinzessin aus Wolfenbüttel wird heute noch verehrt
Gigantin reist zum Festakt nach Barcelona
WOLFENBÜTTEL. 1708 heiratete die Wolfenbütteler Prinzessin Elisabeth Christine in Barcelona König Karl III. 300 Jahre später wird an dieses bedeutende Ereignis erinnert. Dazu reist die Wolfenbütteler Gigantin Elisabeth Christine in die katalanische Metropole.
In Barcelona wurde die 3,80 Meter hohe und 55 Kilogramm schwere Nachbildung der Wolfenbütteler Prinzessin 1991, genau 300 Jahre nach ihrer Geburt, gefertigt. Die Figur wird jeweils im Wechsel von je einer Person der Wolfenbütteler Pau Casals Freunde, so nennen sich die Wolfenbütteler Gigantenträger, getragen.
"Die Gigantin ist ein Abbild der Wolfenbütteler Prinzessin, die später zur sehr beliebten Königin der Katalanen und Kaiserin von Österreich wurde. Sie wird in Katalanien noch heute sehr verehrt", weiß Mathilde Romagosa de Pruss, die einst die Pau Casal Freunde in Wolfenbüttel mitbegründet hat und bis heute das Gigantenteam auf alle Reisen begleitet.
Aufgrund der großen Verehrung findet am Abend des 21. Juli in Barcelona in der damaligen Krönungskathedrale ein Festakt mit anschließendem Fest vor der Kirche statt. Bereits am Vormittag empfängt der Bürgermeister Barcelonas das Wolfenbüttel Gigantenteam, zu dem auch die Wolfenbütteler Kulturratsvorsitzende Sighild Salzmann und ihr Mann Peter gehören werden. Auch der örtliche Fernsehsender hat bereits einen Beitrag über den Festakt angekündigt.
Am 22. Juli nimmt die Gigantin noch an einem Festumzug in Corbera bei Barcelona teil, ehe sie die Heimreise antritt. Am 23. August wird Elisabeth Christine gemeinsam mit anderen Giganten in Wolfenbüttel auftreten.


