Großfeuer vernichtet drei Häuser
Feuerwehr rettet vier Menschen an der Frankfurter Straße/Ecke Schützenplatz in Wolfenbüttel vor den lodernden Flammen
Großeinsatz für die Feuerwehren am frühen Montagmorgen in Wolfenbüttel: An der Frankfurter Straße/Schützenplatz brannte ein Komplex mit drei Häusern. Die Feuerwehr rettete vier Menschen vor den Flammen.
„Wir fuhren gerade mit unserem Transporter die Frankfurter Straße entlang, als wir das Feuer entdeckten“, erzählt Steffen Krause. Mit seiner Kollegin ist er in aller Herrgottsfrühe unterwegs, um unsere Zeitung zuzustellen. Die beiden halten an, Steffen Krause ruft die Polizei.
Da ist es 3.30 Uhr. „Die Flammen schlugen schon über das Dach und überall war Qualm. Wir warteten noch, bis die Feuerwehr eintraf. Dann haben wir unsere Zustellungstour fortgesetzt“, erzählt der 49-Jährige.
Drei Häuser brennen in vollem Ausmaß
Die Feuerwehr war im Handumdrehen da. „Es war ein Feuer der Kategorie F 3, also ein Großfeuer“, sagt Stadtbrandmeister Axel Becker. Drei Häuser, eine noch nicht vollendete Spielhalle und zwei Wohnhäuser, brennen in vollem Ausmaß. Die Feuerwehr rettet vier Menschen vor den Flammen, eine Hausbewohnerin und drei eigene Kameraden. Ein Feuerwehrmann liegt noch immer im Krankenhaus.
Weil es an diesem Morgen so kalt ist, gefriert das Löschwasser auf der Straße. Die Städtischen Betriebe Wolfenbüttel (SBW) kommen zum Einsatz, streuen die glatten Stellen ab. Rund um den Schützenplatz sperrt die Polizei die Straßen: Frankfurter Straße, Dr.-Heinrich-Jasper-Straße, Hohe Brücke, Gebrüder-Welger-Straße. Es kommt zu Behinderungen im Berufsverkehr.
Einwohner über Rundfunk gewarnt
Über den Rundfunk wird die Bevölkerung in Fümmelse und in Groß Stöckheim gewarnt, Fenster und Türen wegen der enormen Qualmentwicklung geschlossen zu halten. Unterdessen versorgt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Helfer im Einsatz mit warmem Essen. Auch die Bäckerei Richter stellt Verpflegung bereit. Sogar ihre Räume stehen zur Verfügung – für den Fall, dass Menschen aus den Häusern hätten evakuiert werden müssen.
„Das war aber nicht der Fall. Die meisten Bewohner hatten sich schon selbst in Sicherheit gebracht“, sagt Jörg Koglin, Brandabschnittsleiter West.
Neben den Häusern stürzt ein Schuppen, unter dem sich Fahrzeuge befanden, zusammen. Bürgermeister Thomas Pink ist längst am Einsatzort. Ein Mitarbeiter der Integrierten Regionalleitstelle in Braunschweig hat ihn informiert. „Ein Feuer solchen Ausmaßes habe ich während meiner ganzen Amtszeit noch nicht erlebt“, sagt er und dankt allen am Einsatz Beteiligten: den Feuerwehrleuten, der Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz und der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) des DRK.
